h.yurén ©2006


stichwort-proben aus dem dicksten und teuersten deutschen wörterbuch, das sich "das große" nennt

 

 

   
stichwort jägerkultur
   
kommentar in den älteren wörterbüchern fehlanzeige.
dudens bringen das lemma neuerdings; ihre erläuterung ist gewiss bemerkens- und lesenswert:
"[prähistorische] Kultur, die bes. durch [nomadisierende] Jäger gekennzeichnet ist."
was das nomadisieren betrifft, nehmen jäger heute weite wege in kauf, um einen bären oder bock in polen oder kanada z.b. zu schießen.
zur rückständigkeit oder zurückgebliebenheit der jägerei bekennen sich jetzt immer mehr weidmänner, die zum schuss mit pfeil und bogen zurückkehren, eine entwicklung in der jägerschaft, die den dudens gar nicht behagen dürfte, weil die körperliche anstrengung des bogenschießens die jägerinnen und die älteren knalltypen zum zuschauen verdonnert.
prähistorisch bedeutet, dass die kunst des bogenschießens beherrscht wurde, noch nicht jedoch die kunst des schreibens. für die knalltüten heute gilt das umgekehrte: sie haben in der pflichtschule ein wenig schreiben und lesen gelernt, nicht aber das bogenschießen. die jäger der schriftlosen frühzeit mussten töten, ihre nachkömmlinge der freizeitliebhaberei wollen töten - zum vergnügen.
der fortschrittsgedanke stößt auch hier an seine grenzen.
> alkohol, jagd, jagdleidenschaft, jagdschein, jagdunfall, jäger
   
 
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