h.yurén ©2006


stichwort-proben aus dem dicksten und teuersten deutschen wörterbuch, das sich "das große" nennt

 

 

   
stichwort topinambur
   
kommentar im wörterbuch der ddr kein eintrag.
dudens damals wussten schon irgendwie was:
"[frz. topinambour, nach dem Namen eines brasilian. Indianerstammes]:
a) zu den Sonnenblumen gehörende Staude, deren unterirdische Ausläufer an ihren Enden der Kartoffel ähnliche Knollen bilden, die als Gemüse gegessen werden;
b) Knolle der Topinambur."
beleg fehlanzeige.

neududens wissens besser:
"[frz. topinambour, nach dem Namen eines brasilian. Indianerstammes; nach der falschen Meinung, die Pflanze stamme aus Südamerika]:
a) (zu den Sonnenblumen gehörende) Pflanze, deren unterirdische Ausläufer an ihren Enden der Kartoffel ähnliche Knollen bilden, die als Gemüse gegessen werden;
b) Knolle der Topinambur."
noch immer kein beleg.
die brasilianischen ureinwohner nannte man nicht indianer, sondern indios; aber auch das ist überholt. jetzt ist die korrekte rede von indigenen einwohnern.
die knollen der topinambur haben wenig ähnlichkeit mit kartoffeln, am ehesten ist die ähnlichkeit in der konsistenz zu erwähnen. möhren sind härter.
die relativ geringe produktion hierzulande soll zu 90 prozent zur herstellung von spirituosen verwendet werden. den rest findet man in bioläden. eine interessante verteilung.
> alkohol, fahne, alleinseligmachend, esskultur, leitkultur, indianer, indigen
   
 
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